Münzkabinett der Universität Uppsala

Forschung

Am Münzkabinett der Universität Uppsala wird über die Münz- und Geldgeschichte der Welt geforscht.

In diesem Fachbereich gibt es international nur wenige fest angestellte Numismatiker. Deshalb sind relativ viele Gebiete bislang noch unerforscht oder zumindest nicht hinreichend bearbeitet. Nicht zuletzt deshalb sind im Münzkabinett auch Kollegen anderer Fachgebiete und Studenten herzlich willkommen, die Sammlung für ihre Forschung zu nutzen. Dies gilt auch für Personen, die nicht der ältesten schwedischen Universität angehören.

Unter den Sammlungsbeständen des Münzkabinetts befindet sich Material, das so unterschiedliche Fachgebiete nutzen können wie Wirtschaftsgeschichte, Ideengeschichte (beispielsweise im Bereich der Medizingeschichte mit Medaillen auf bedeutende Ärzte), Kunstgeschichte (im Verlauf der Zeit schufen diverse bekannte Maler auch Medaillen) und Materialwissenschaft (Münzen und Medaillen sind immer wieder aus höchst ungewöhnlichem Material hergestellt worden). Es gibt zudem historische Beziehungen zur Mathematik (lange Zeit wurden extra für diesen Zweck gefertigte Münzen anstelle eines Abakus zum Rechnen genutzt) sowie zur Physik und Astronomie (Nicolas Oresme und Nicolaus Kopernikus etwa publizierten wichtige geldtheoretische Abhandlungen und nutzten Beispiele aus der Geldgeschichte, um komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erläutern).

Seit dem 17. Jahrhundert ist eine Vielzahl numismatischer Dissertationen an der Universität Uppsala geschrieben und verteidigt worden. Zumeist basieren diese Werke auf den Beständen des Münzkabinetts. 

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, um zu erfahren, welches Material das Münzkabinett zu Ihrer spezifischen Fragestellung beitragen kann!